HMbR – so nahe am Vorbild.

Verein       Historischer Modell-bahnhof Rothenburg

Geschichte Modell + Vorbild

 

-- Idee

-- Bildung MBT 

-- Finanzierung

-- Realisierung

-- Besitzer und  Betreiber

-- Besuch Ausstellungen

-- Hoffnungen , Aus, Ende

-- Rettung des Torsos mit Neuanfang  

-- Neu mit Verein HMbR 

-- Chronologie ab 2012

-- Geschichte Vorbild Bahnhof Rothenburg 

 

 Geschichte Modell

 

Idee

In der damaligen Eigenschaft als Präsident der Rothenburger Eisenbahn Modellbau Freunde REMF gab Franz Oesch, Lokführer SBB und Modelleisenbahner in der Schule Rothenburg Freizeitkurse. Thema Modulbau. Im Jahre 1996 fasste die Einwohnergemeide Rothenburg den Entschluss, die beiden Bahnübergänge im Bahnhof durch ein Unterführungsbauwerk zu ersetzen.
Teilnehmer des Kurses kamen auf die Jdee in modularer Bauweise den Bahnhof Rothenburg zu erstellen. Sie sahen die grossen Vorteile des modularen Anlagenbaus. Gemäss der errechneten ungefähren Grösse eines solchen Vorhabens, wurde die Jdee bereits wieder zu Grabe getragen. Trotzdem, oder gerade deswegen fand die jugendliche Jdee viel Platz im Kopf von Franz Oesch. Schnell mal wurden Kontakte zu möglichen Mitstreitern geknüpft. Als Glücksfall entpuppte sich das Engagement eines modellbahnverrückten Architekten Namens Otmar Herzog. Er machte sich sodann an die komplexe Planung. So nahm das zukünftige Projekt langsam Fahrt auf und war nicht mehr zu bremsen.

Luftaufnahme vom Bahnhof Rothenburg an der Strecke Luzern - Olten

Bildung MBT  

Es bildete sich das Modul Bau Team Rothenburg bestehend aus dem Architekten und vier weiteren SBB Lokführerkollegen von Franz Oesch. Mit der Zustimmung des Schreiners Beat Rutschi, sich der Erstellung eines Grundgerüstes für den Torso anzunehmen und eine visionäre Präsentation zu bauen, haben wir das Projekt 1999 und die Vision 2000 voll in Angriff genommen. Die Kollegen Peter Angele, Ueli Kilchenmann und Roger Rieker nahmen sich der elektrischen Arbeit an und Ueli Mahni fertigte den grossen Industriekomplex der BBR im Modell an. Franz Oesch als Initiator und Projektleiter befasste sich fortan mit dem eigentlichen Aufbau der Anlage.

Chefplaner Otmar Herzog lächelt zuversichtlich in die Runde

Finanzierung

Ein so gigantisch anmutendes Projekt in Angriff zu nehmen, war zwar sehr mutig und verwegen aber nicht undurchführbar. Grundlage bot die Gemeinde Rothenburg, indem sie uns die Werkräumlichkeiten der Schule gratis zur Verfügung stellten. Dass sie sich auch dazu entschlossen periodisch sich an den Ausbaukosten zu beteiligen, war natürlich ein Glücksfall sondergleichen. Nebst viel Herzblut von uns konnten wir auch viel Unterstützung durch ortsansässige Industrie und Kleingewerbe geniessen. So blieb für uns eine moderate verkraftbare Beteiligung. Rollmaterial konnten wir mit LOK-Patenschaften auch günstiger finanzieren. In einem Aufruf in der LOKI 12/97 konnten wir sogar etliche versierte Modellbauer gewinnen die für unseren Torso Bauten erstellten die sie uns zum Teil gratis zur Verfügung stellten. Soviel Goodwill konnten wir nicht erwarten, sahen aber die grosse Bereitschaft für ein besonderes Modellbahnprojekt.

Chefelektroniker Peter Angele zeigt Ueli Kilchenmann wie es zu gehen hat. Ideal: Arbeitshöhe und Nutzung Werkraum Schule Rothenburg.

Realisierung

Angesichts der breiten Unterstützung für unser Projekt 1999 fand eine intensive Bauphase statt die dank der unregelmässigen Arbeitszeit der Lf-Kollegen erst möglich wurde. An Abenden und an Wochenenden standen uns die Räumlichkeiten immer zur Verfügung. So konnte zügig an unserer Vision 2000 gearbeitet und gestaltet werden. Die fast 3000 Stunden beanspruchte Zeit unseres Planers Otmar Herzog zur Erstellung aller benötigten Pläne, bescherten uns genaueste Unterlagen. Ohne diese tolle und engagierte Leistung, wäre das Projekt kaum realisert worden. Im Weiteren wurde über den Aufbau der Anlage in der LOKI kompetent berichtet. Nachzulesen in LOKI 12/97, 4/98, 6/98 und 11/98 

Gesamtansicht Segmentanlage Rothenburg

Besitzer und Betreiber

Die gute und interessante Zusammenarbeit mit der Gemeindebehörde führte dazu, dass wir die Rothenburger Bevölkerung auf diese Weise ins Boot holen wollten. Wenn sie zukünftige Besitzer eines aussergewöhnlichen Zeitdokumentes werden und wir stellvertretend uns mit dem Torso an Ausstellungen präsentieren, wäre allen gedient. Dazu wünschten wir die Bereitschaft für den Lagerplatz verantwortlich zu sein. Damit konnten wir zusätzliche Kosten sparen.

Unsere Bereitschaft bestand darin, dass wir uns verpflichteten, den Betrieb auf der Anlage sicher zu stellen und für die Anschaffung von Rollaterial und die Steuerung zuständig zu sein. Mit dieser Hochzeit fanden wir optimale Voraussetzungen für den Weiterbestand des einmaligen fahrbaren Zeitdokumentes.

Besuch Ausstellungen

Freier Eintritt, dafür Kauf eines Schoggitalers deckte u.a. die Gesamtkosten des Anlasses in der Chärnshalle

Das aufwendig und viel Platz beanspruchende Anlagenprojekt wurde exakt für Ausstellungen konzipiert und gebaut. Betrieb nach Vorbild war immer die Maxime. Ungahnte Möglichketen eröffneten sich uns Modellbahnbetrieb zu planen und zu programmieren. Im Jahre 2000 fand anlässlich der eigens dafür organisierten 1. Innerschweizer Modulbahnausstellung die offizielle symbolische Übergabe des Torsos an die Gemeinde Rothenburg statt. Rund 5000 Besucher säumten die Chärnshalle und konnten sich von der Grösse der Modellanlage überzeugen und erste Eindrücke gewinnen.  Bericht in LOKI 6/2000

Im Herbst 2001 konnten wir uns im VHS in Luzern an der Bahnexpo präsentieren.

Der gesamte Gemeinderat von Rothenburg bei einem Besuch im VHS vor der eigenen Anlage. Franz Oesch rechts, Initiant und Projektleiter erklärt den Fahrbetrieb.

Es folgte 2002 die Teilnahme an der Suisse Toy in Bern. Gerne wollten wir unseren Torso auch im benachbarten Ausland dem interessierten Publikum zeigen. Bemühungen unsererseits nützten nichts mit Superlativen eingedeckt zu werden, wenn dann Absagen hingenommen werden mussten. Die lieben Kosten der Veranstalter liessen es nicht zu, uns einzuladen. Die Transportkosten wurden so für uns jeweils zum bekannten Stolperstein.

Ein weiteres Engagement im Verkehrshaus der Schweiz in Luzern VHS dauerte vom Herbst 2004 bis Ostern 2005. Hier konnten wir vor Livepublikum am Ausbau der Anlage arbeiten und die Steuerung optimieren. Unzählige und interessante Kontakte waren die Folge und befriedigten uns aufs Schönste. Sogar ein Aufruf im LOKI zeigte uns die Möglichkeit Rollmaterialbesitzer ohne eigene Anlage dazu zu mobilisieren dies im VHS auf unserer Anlage wirkungsvoll zum Einsatz zu bringen. Wettbewerbe in Zusammnearbeit mit dem VHS und Roco CH vervollständigten diese Zeit.

Ansicht des Komplexes BBR Belag Beton Rothenburg mit 18 Wagen Kieszug.

Weitere Versuche endeten allesamt an den hohen Transportkosten für die Veranstalter.

Hoffnungen, Aus, Ende?

Unsere kühnen Hoffnungen verbunden mit der Erstellung dieses gewiss grossen Anlagentorsos, regelmässig uns im In- und Ausland präsentieren zu können, erfüllten sich leider nicht in dem Masse wie gewünscht. Kam dazu, dass unsere internen Kräfte sich langsam erschöpften und auch berufliche Neuorientierungen andere Ziele in den Vordergrund drängten. Das starke Engagement aller Beteiligten des MBT führte zu einem Marschhalt. Die von den meisten erhoffte Auszeit zeigte sich als Willkommen. Die mögliche Wiederaufnahme der Tätigkeiten in der Detailgestaltung zog sich dafür immer mehr in die Länge. Das ambitiöse Projekt und die Vision 2000 wurde so plötzlich zur grossen Bürde.

Der unerhoffte schnelle Tod unseres verdienten Elektrochefs Peter Angele schlug uns fast stehend k.o. Wie es Pessimisten immer wussten, folgte darauf noch das berufliche Ende von Lf Franz Oesch als Hauptverantwortlicher des MBT. Er musste seinen geliebten Beruf aus Gründen einer Berufskrankheit allzu früh aufgeben. Seine Krankheit liess es nicht mehr zu am Projekt weiter mit zu tun. So wurde es um den Modellbahnhof Rothenburg immer stiller und stiller.

Rettung des Torsos mit Neuanfang

Die Zukunft des Modellbahnhofes Rothenburg stand lange im Zeichen der Hoffnung, bei Eröffnung der neuen IKEA - Filiale in Rothenburg nähe des Bahnhofes als stationäre Publikumsanlage einen festen Platz zu finden. Leider hatten sich die Verantwortlichen von IKEA trotz lange aufrecht erhaltener positiver Aussicht gegen die Aufnahme ausgesprochen.  

Darauf hin entschloss sich der Gemeinderat sich vom im Untergrund lagernden Zeitdokument zu trennen. Bis Ende Aug. 2011 musste der Torso entfernt werden, ansonsten die Entsorgung erfolgen würde. Das MBT wurde auch aufgelöst. 

Noch einmal musste Franz Oesch alle Kräfte sammeln um der Entsorgung seines ehemaligen Projektes entgegen zu halten. Seinem Wille und seinen treuen und gut gesinnten Modellbahnkollegen vom EMBL Christoph Hulliger und Thomas Kaufmann ist es zu verdanken, dass der 3,5 Tonnen schwere Komplex definitiv vor der Entsorgung gerettet werden konnte.

Der Tag des Transfers von Rothenburg nach dem neuen Standort Ebikon. Verladeszene beim ehemaligen Lagerort Chärnshalle mit dem einen "Retter" Christoph Hulliger.

Der Abtransport aus Rothenburg nach dem neuen Domizil Ebikon konnte termingemäss stattfinden. Gutes Einvernehmen mit Verantwortlichen der Garage Emil Frey AG führte zu einem geeigneten Lokal im 1. Stock der Garage. Mit viel Wille und Herzblut wurde die Rettung dieses einmaligen Projektes ermöglicht. Ihnen gehört der Dank aller die sich in Zukunft das Geschehen auf dem wieder erwachten Modell erleben werden. 

Nachdem verdiente Mitglieder des Verein Schweiz. Digital Modellbahner VSDM namentlich Peter Suter und Heinz Callenas sich zwischen Sept. und Dez. 2011 eingehend mit dem inzwischen verkürzt aufgestellten Torso beschäftigten, ergab ihre Analyse (uns am Erhalt der Anlage Interessierten) klare Ergebisse. Es galt abzuwägen wie und was sich ändern muss um zukünftig zuverlässigen Betrieb aufbauen zu können.  

Info für Interessierte an der Weiterbestehung des Torsos im Dez. 2011 in Ebikon.

 

Neu mit Verein HMbR 

Mit einer Info wurden Interessierte orientiert. Eine kleine initiative Gruppe wollte so schnell wie möglich Nägel mit Köpfen machen. So war dann der Sa 21. Januar 2012 das Gründungsdatum der neuen Trägerschaft. Fünf Gründungsmitglieder hoben nun den Verein HMbR aus der Taufe. Unsere Luzerner Freunde des EMBL boten in ihren Räumlichkeiten für die Gründung HMbR grosszügig Gastrecht.  

Chronologie HMbR ab 2012

Mit der der neuen Trägerschaft HMbR als Verein Historischer Modell-bahnhof Rothenburg im Januar 2012 entstand ein solides Fundament, so dass die Zukunft der Anlage samt aller im Verein tätigen Modellbahnfreunde als gesichert gilt. Die Nähe der EMBL schaffte zudem Synergien die von allen sehr geschätzt wird. In diesem Jahr ging es darum die diversen Baustellen für einen zukunftsgerichteten sicheren Anlagenbetrieb anzugehen. Das schmale Budget liess es nicht zu alles auf einmal radikal zu ersetzen. Präsi Andy hatte ein gutes Auge für die nötigen Schritte in Etappen zu realisieren. Dass sich weitere Mitglieder unserem Verein anschliessen werden lässt uns hoffen. Mittlerweile haben schon einige paar Modellbahner ihr Interesse angemeldet.
Im Frühjahr ging es zügig an die Umsetzung der formulierten Ziele des Vorstandes. Bereits konnten wir an 2 Tagen im Frühling und Herbst an "Tagen der offenen Tür" der Garage Emil Frey AG interessierten Besuchern im 1. Stock die Baufortschritte zeigen. Im Dez. können sich Modelleisenbahner von der neuen Steuerung WIN-DIGIPET aufzeigen lassen wie der Vorbildbetrieb im Modell funktionieren soll. An der weiteren Ausgestaltung der Anlage bis ins kleinste Detail wird laufend gearbeitet. Dazu erfolgte auch ein Aufruf auf unserer Homepage an entsprechend Interessierte und fähige Modellbauer.
 

Am Tag der offenen Tür am 20.Okt. finden Bewerbungsgespräche mit dem Präsi Andy statt. Kaffee und Kuchen stehen den Besuchern in reichlichem Masse zur Verfügung.

Geschichte Vorbild Bahnhof Rothenburg

Ist in Vorbereitung, bitte haben Sie noch etwas Geduld. Die Recherchen  einer gründlichen Dokumentation über die Eisenbahngeschichte in Rothenburg sind ausserordentlich aufwendig und brauchen entsprechend viel Zeit. Siehe dringlicher Aufruf an die Bevölkerung von Rothenburg und Umgebung unter Aktuell. Voraussichtlicher erster Teil könnte erst im Frühjahr 2016 hier erscheinen.

Seit  Dezember 2015 ist die Broschüre "Bau der ersten Eisenbahnstrecke in den Kanton Luzern" bei uns erhältlich. Preis: Fr. 8.50 pro Stück. Bei Interesse bitte Kontaktaufnahme mit Autor Franz Oesch unter 041 280 31 72 oder oefra@gmx.ch    

Kurzfassung im Telegramm: bei einem Besuch im Klublokal in Ebikon.